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Wolldecke im Sommer
Als es im Sommer schrecklich heiß und ich unendlich träge war, habe ich dem Regen versprochen, mich nicht mehr über ihn zu beschweren. Nun könnte ich über die Kälte herziehen, der habe ich nichts versprochen, aber ich möchte stattdessen in eine andere Richtung gehen. Heute nutze ich meinen Blog dafür, um die Vorzüge kalten und nassen Wetters zu erläutern. Ja, die gibt es, und zwar nicht zu knapp, zumindest aus meiner Sicht. Oder ist es nicht schön, es sich in eine warme Wolldecke gekuschtelt auf dem Sofa gemütlich zu machen? Auch heiße Schokolade schmeckt gleich doppelt so gut, wenn Wolken den Himmel verdunkeln und dicke Wassertropfen auf die Erde fallen. Außerdem arbeite ich bei Regen effektiver, weil mir nicht hundert Dinge einfallen, die ich eigentlich viel lieber tun würde. Genau genommen gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur – nein, nicht schlechte Kleidung, auch wenn dieser abgedroschene Spruch natürlich viel Wahrheit in sich trägt – eine falsche Einstellung zu den bestehenden Wetterverhältnissen. Zumindest bei Kälte und Regen, gegen die kann man nämlich etwas tun. Gegen Hitze nicht so sehr, daher bildet die in meinen Augen einen Ausnahmefall. Andere können das anders sehen. Ich jedenfalls habe beschlossen, den Regen zu mögen. Das hat auch einen Vorteil: Ich werde am Rest dieses “Sommers” sicher noch viel Freude haben.
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